Der Umbau stellt uns vor nicht unerhebliche Probleme in Bezug auf die Innengestaltung; nicht nur, dass wir eine Sitzgruppe mit Tisch und zusätzlich einen weitere Sitzreihe in Fahrtrichtung mit Bussitzen bestücken wollten, nein, es sollte auch noch ein Abstellplatz für den "Jagdwagen" von Moritz vorhanden sein. Weiter soll die Küche und eine zusätzliche Sitzgelegenheit, die in ein Notbett umgewandelt werden kann, vor der grossen Mitteltür installiert werden.

Wir haben uns bei der Firma FOLIATEC wärmeabweisende Fensterfolie besorgt. Anfangs waren wir sehr skeptisch, ob es uns gelingen würde, die Folie mit einer Breite von 1,40 m und einer Höhe bis zu 1 m so auf das Glas aufzubringen, daß es auch hält und nicht gleich wieder Blasen wirft. Das eine oder andere Fenster haben wir als Übungsfläche benützt; aber dann kam ein wenig die Routine. Es sieht für einen Laien nicht schlecht aus.

 

Ja, ein schöner Regio mit niederen Sitzlehnen; mit Einfachverglasung und ohne jegliche Isolierung an Wänden oder Dach -  Das soll jedoch nicht verändert werden, da wir den Charakter des Fahrzeuges soweit als möglich erhalten wollen

Das Bett ist - wie sind ja zu dritt und unser Moritz muss unter Kontrolle sein - also eine grosse Spielwiese, in den Massen 200X217 cm, die auf einer Holzunterkonstruktion ruht. Als Lattenrost haben wir bei IKEA etwas passendes gefunden, preiswert und stabil. 8 cm Schaumstoff der RG 45 mit Baumwollstoff bezogen bildet die Oberfläche.

Die Küche und das Bad/WC waren die nächsten Schritte. Keine Dusche, soweit waren wir uns einig, aber eine Toilette und ein Waschbecken sollten schon sein. Als Toilette haben wir uns für eine aus dem Bootsbau entlehnte Zerhackertoilette entschieden. Hat gewisse Vorteile für den Fäkaltank in Bezug auf Gährung und Geruch. Ja wir haben den Fäkaltank und den Grauwassertank getrennt. Die Entsorgung ist dadurch ein wenig leichter

Bei der Küche haben wir uns  die bewährte gekachelte Holzplatte ausgewählt und das Geschirr von IKEA zwei Drahtgestelle mit je 4 Schubfächern. Unter dem Gasfeld sind zwei Schubladen für Besteck und Gewürze. Darunter befindet sich der Brenner für die Heizung. Die Tischplatte besteht aus zwei überkreuz verleimten 10 mm Pappelsperrholz-platten,  geliefert von einem alten Mannheimer Unternehmen (Schütte-Lanz) - die haben sogar schon mal Luftschiffe gebaut - ,  das mittlerweile durch einen finnischen Holzproduzenten aufgekauft wurde. Aus diesem Material  sind sämtliche Möbelteile gefertigt. Da das Naturholz sehr hell ist, haben wir es mit einer Leinölbeize  leicht getönt. Der nächste grosse Bauabschnitt war die Elektrik. Die Kabelkanäle und deren Lage ist bei  der Möbelfertigung berücksichtigt worden. Wir werden 4 M 55 Solarpanele auf dem Dach anbringen. Damit auch überall Kabel zur Verfügung stehen, werden in jeden Kabelkanal zu den bereits vorgesehenen Verbrauchern zwei weitere Blindleitungen gelegt, um so für alle Eventualitäten gerüstet zu sein.

Den Kompressorkühlschrank haben wir auf der der Küche gegenüberliegenden Fahrzeugseite auf halber Höhe eingebaut. Unter dem  Kühlschrank wurde Platz für Töpfe geschaffen. Da noch ein wenig Platz übrig war, wurde der Traum einer jeden Hausfrau/mann realisiert, einen Apothekerschrank, Platz für Flaschen etc.

Dem Ausziehschrank schliesst sich ein Sofa an - gedacht als bequeme Sitzgelegenheit, wenn Besuch kommt und die 4 SitzeP2080032 am Tisch nicht   ausreichen, oder als not-Schlafplatz. Letztendlich wurden die Fenster alle mit Rollos zur Nachtverdunkelung bzw. als Sonnenschutz versehen. P2160042

Wir haben es nun endlich geschafft - des Bus ist fahrbereit, den ersten Urlaub in Ungarn haben wir hinter uns -- keine Probleme -- es war einfach nur schön.

 

 

Es sind nun einige Jahre Vergangen, der Bus hat sich bewährt; gut einiges muss verändert werden, insbesondere benötigen wir eine Einstiegshilfe für den Rollstuhl von Moritz. Schon viele Vorschläge sind uns gemacht worden, angefangen von einfachen Ranpen, die man anlegt bis hin zu hydraulischen Hebevorrichtungen. Die Rampen wären die einfachste und preiswerteste Alternative; nimmt man kurze Rampen wird der Aufstieg zu steil, zu lange benötigt man zu viel Platz. Auch ein Hersteller von Rampen , den wir kontaktiert haben, hat uns abgeraten. Wir sind noch auf der Suche.........

Ein weiteres Projekt ist die Lackierung des Fahrzeuges; langsam wird es Zeit, die Farbe ist blass geworden und vor allem auf dem Dach kaum mehr vorhanden. Reste Abschleifen und Lackieren. Mit dem Dach werden wir beginnen und den Rest nach und nach bearbeiten. Das Dach deshalb, weil eine automatische Satelitenempfangsanlage installiert werden soll.